StoneCraft GmbH · Ratgeber

Tiefbau verstehen.

Wie tief müssen Kabel und Leitungen liegen? Wie kommt der Hausanschluss ins Haus, mit oder ohne Erdrakete? Welche Genehmigungen braucht man? Antworten von der Baustelle, mit Richtwerten und Quellen.

Stand: Oktober 2026 · Lesezeit ca. 15 Minuten · 28 Fragen · 55 Begriffe

Offener Leitungsgraben mit Schutzrohren, Messlatte und Wasserwaage
Verdichtung
Wasserwaage · Höhe
Messlatte · Tiefe
Schutzrohre
Offener Leitungsgraben mit Schutzrohren, Baustelle in NRW
Kurz erklärt

Tiefbau ist alles, was unter der Geländeoberfläche gebaut wird: Leitungen, Kabel, Hausanschlüsse und der Unterbau von Straßen und Wegen. Die StoneCraft GmbH aus Dinslaken übernimmt das mit eigenen Kolonnen, vom ersten Aushub bis zur fertigen Oberfläche.

Oft gefragt

Diese Fragen hören wir am häufigsten.

Alle Fragen und Antworten →

Wie tief muss ein Stromkabel im Garten liegen?

0,6 m

Mindestens 0,6 m, unter Zufahrten 0,8 m. So steht es in der DIN VDE 0100-520.

Alle Tiefen →

Wie tief ist der Graben für einen Glasfaser-Hausanschluss?

30 cm

Bei der Telekom mindestens 30 cm tief und 15 cm breit. Andere Anbieter verlangen teils mehr.

Alle Tiefen →

Wie tief muss eine Wasserleitung liegen?

0,9–1,5 m

Frostfrei. Den genauen Wert legt der Wasserversorger fest.

Alle Tiefen →

Ab welcher Tiefe muss ein Graben gesichert werden?

1,25 m

Tiefer als 1,25 m braucht ein Graben in der Regel eine Böschung oder einen Verbau (DIN 4124).

Mehr zur Sicherheit →
Ablauf

In 8 Schritten von der Planung zur Abnahme.

Ob Stromkabel, Wasserleitung oder Glasfaser: Die meisten Tiefbau-Baustellen folgen derselben Reihenfolge. So wissen alle Beteiligten, was als Nächstes passiert.

01

Planung & Leitungsauskunft

Trasse, Tiefen und Oberflächen festlegen. Vorher die Pläne aller vorhandenen Leitungen einholen.

02

Genehmigungen

Aufbruchgenehmigung der Stadt und verkehrsrechtliche Anordnung für die Absperrung.

03

Baustelle einrichten

Absperrung und Beschilderung aufstellen, Maschinen und Material bereitstellen.

04

Aushub

Oberfläche mit sauberen Kanten öffnen, Graben oder Baugrube ausheben, wenn nötig mit Verbau.

05

Verlegen

Rohre und Kabel auf eine Bettung legen, in der vorgegebenen Tiefe und mit Warnband darüber.

06

Verfüllen & verdichten

Lage für Lage verfüllen und verdichten. Bei Bedarf mit Prüfung, zum Beispiel per Plattendruckversuch.

07

Oberfläche wiederherstellen

Tragschicht, Asphalt oder Pflaster fachgerecht einbauen, mit sauberen Übergängen zum Bestand.

08

Aufmaß, Doku & Abnahme

Mengen erfassen, Leitungen einmessen, mit Fotos dokumentieren. Grundlage für Abnahme und Abrechnung.

Bauweisen

Offen gegraben oder unterirdisch.

Welche Bauweise passt, hängt von Oberfläche, Platz, Boden, Hindernissen und den Vorgaben der Stadt ab. Oft werden mehrere kombiniert. Unter „Genauer erklärt“ steht jeweils, wie es funktioniert.

Offene Bauweise

Oberfläche öffnen, Graben ausheben, Leitung verlegen, verfüllen und wieder schließen. Der Standard im Tiefbau.

Typisch fürLeitungen in Straßen, Gehwegen und auf Grundstücken

Genauer erklärt

So läuft es: Oberfläche schneiden und aufbrechen, Graben ausheben, Leitung auf eine Bettung legen, Warnband einlegen, Lage für Lage verfüllen und verdichten, Oberfläche wiederherstellen.

Vorteile: für fast jede Leitung und jeden Boden geeignet. Die Leitung liegt sichtbar und lässt sich vor dem Verfüllen prüfen und einmessen.

Grenzen: braucht Platz und sperrt Gehweg oder Fahrbahn. Ab 1,25 m Tiefe braucht der Graben in der Regel eine Böschung oder einen Verbau (DIN 4124).

STRASSE BLEIBT BEFAHRBAR STARTGRUBE ZIELGRUBE

Spülbohrung (HDD)

Gesteuerte Bohrung unter der Oberfläche, danach wird das Rohr eingezogen.

Typisch fürBackbone-Trassen und Querungen von Straßen, Gleisen, Gewässern oder Bäumen

Genauer erklärt

So läuft es: Von einer Startgrube aus bohrt ein gesteuerter Bohrkopf unter dem Hindernis hindurch. Eine Bohrspülung, meist Wasser mit Bentonit, stützt das Bohrloch und fördert den Boden heraus. Beim Zurückziehen wird das Rohr eingezogen.

Vorteile: Straße, Gleise, Gewässer oder Baumwurzeln bleiben unberührt, der Verkehr läuft weiter.

Grenzen: aufwendige Technik und Baustelleneinrichtung, schwierig in steinigem Boden oder Fels. Vorhandene Leitungen müssen genau bekannt sein.

VORGARTEN BLEIBT STARTGRUBE ZIELGRUBE HAUSANSCHLUSS

Erdrakete

Ein Bodenverdrängungshammer schiebt sich auf kurzer Strecke durch das Erdreich und zieht das Rohr mit.

Typisch fürHausanschlüsse unter Vorgärten und Einfahrten

Genauer erklärt

So läuft es: Ein druckluftbetriebener Hammer arbeitet sich von einer Startgrube zur Zielgrube und schiebt den Boden zur Seite. Das Schutzrohr wird mit- oder nachgezogen.

Vorteile: Vorgarten, Einfahrt und Pflaster bleiben ganz, es entstehen nur zwei kleine Gruben.

Grenzen: nur für kurze Strecken, nicht lenkbar und kann von Steinen abgelenkt werden.

StoneCraft arbeitet in offener und geschlossener Bauweise, inklusive Querungen. Mehr dazu auf der Seite Leistungen: Tiefbau & Leitungsbau und bei den Hausanschlüssen.

Im Graben

Was unter der Oberfläche steckt.

Ein Leitungsgraben ist in Schichten aufgebaut. Fahren Sie über eine Schicht oder tippen Sie sie an.

BESTAND NEU HERGESTELLT BESTAND 1 2 3 4 5 6
Hausanschluss

So kommt die
Leitung ins Haus.

Ein Hausanschluss verbindet ein Gebäude mit dem Netz in der Straße, für Glasfaser, Strom, Gas oder Wasser. Auf dem Grundstück gibt es zwei Wege: mit der Erdrakete unter der Oberfläche hindurch oder im offenen Graben.

VORGARTEN BLEIBT 1 2 4 OBERFLÄCHE OFFEN 1 2 3 4 5 6 STRASSE GEHWEG KELLER
Schnitt: Hausanschluss mit ErdraketeSchnitt: Hausanschluss im offenen Graben
  1. 1
    Netz im GehwegHier wird angeschlossen.
  2. 2
    StartgrubeKleine Grube am Gehweg oder an der Grundstücksgrenze.
  3. 3
    ErdraketeSchlägt sich mit Druckluft geradeaus durch den Boden und zieht das Schutzrohr mit.
  4. 4
    ZielgrubeKleine Grube an der Hauswand. Der Vorgarten dazwischen bleibt liegen.
  5. 5
    HauseinführungKernbohrung durch die Kellerwand, dicht gegen Wasser und Gas.
  6. 6
    AbschlusspunktHier endet das Netz, z. B. Hausanschlusskasten (Strom) oder Hausübergabepunkt (Glasfaser).
Mit Erdrakete

Unter dem Vorgarten durch.

Die Erdrakete ist ein Hammer, der mit Druckluft arbeitet. Sie drückt die Erde zur Seite und zieht das Schutzrohr hinter sich her.

Gruben
zwei kleine, am Gehweg und an der Hauswand
Strecke
kurz und gerade, oft um 10 m, je nach Gerät bis ca. 25 m
Oberfläche
Rasen, Beete, Pflaster und Einfahrt bleiben liegen
Grenzen
Steine, Bauschutt, Fundamente, Grundwasser, Kurven
Genauer erklärt

So funktioniert es: Ein Kompressor liefert Druckluft mit 6 bis 7 bar. Mit schnellen Schlägen arbeitet sich die Rakete von der Startgrube zur Zielgrube. Dabei wird kein Boden gefördert: Die Erde wird zur Seite gedrückt und verdichtet, es entsteht eine stabile Röhre. Das Schutzrohr wird gleich mitgezogen oder danach eingezogen.

Ausrichten: Die Rakete lässt sich nicht lenken. Sie wird in der Startgrube genau auf das Ziel ausgerichtet und fährt dann geradeaus. Kurven gehen nicht, bei längeren Wegen kommen weitere Gruben dazu.

Ohne Grube am Haus: Die Rakete kann auch direkt aus einer Kernbohrung im Keller starten. Dann braucht es an der Hauswand gar keine Grube.

Grenzen: Der Boden muss sich verdrängen lassen. Steine, Bauschutt oder alte Fundamente können die Rakete ablenken oder stoppen, im Grundwasser geht es nicht. Weil die Erde zur Seite gedrückt wird, braucht die Rakete genug Boden über sich, sonst kann sich die Oberfläche anheben.

Ohne Erdrakete

Im offenen Graben.

Der Graben wird auf ganzer Länge ausgehoben, mit Bagger oder von Hand. Die Leitung liegt im Sandbett, darüber ein Warnband.

Graben
durchgehend, Maße gibt der Netzbetreiber vor
Strecke
beliebig lang, auch mit Kurven
Oberfläche
wird geöffnet und danach wiederhergestellt
Gut bei
langen Wegen, steinigem Boden, mehreren Leitungen
Genauer erklärt

So funktioniert es: Oberfläche abtragen, Graben ausheben, Sohle eben machen. Die Leitung kommt in ein Sandbett, darüber wieder Sand und ein Trassenwarnband. Dann wird Lage für Lage verfüllt und verdichtet und die Oberfläche wiederhergestellt.

Vorteile: klappt bei fast jedem Boden und jeder Strecke. Vorhandene Leitungen und Hindernisse liegen offen, die Tiefe lässt sich genau einhalten, und mehrere Leitungen passen in einen Graben.

Nachteile: Rasen, Beete oder Pflaster müssen auf der ganzen Strecke weichen, die Wiederherstellung kostet Zeit und Geld. Ab 1,25 m Tiefe braucht der Graben eine Sicherung nach DIN 4124.

Beispiel: MVV Netze verlangt bei Eigenleistung ein Sandbett mit 10 cm Sand unter und 20 cm Sand über der Leitung. Der Graben wird vor dem Verlegen abgenommen.

Welcher Weg passt, wird beim Termin vor Ort festgelegt. Beides lässt sich auch kombinieren, zum Beispiel Erdrakete unter der Einfahrt und Graben im Beet.

Ablauf in 6 Schritten

  1. BeantragenBeim Netzbetreiber oder Glasfaser-Anbieter. Für Strom, Gas und Wasser mit Lageplan und Grundriss.
  2. Termin vor OrtTrasse, Hauseinführung und Platz im Haus festlegen. Vorher Leitungsauskunft einholen.
  3. Gruben oder GrabenMit Erdrakete zwei kleine Gruben, sonst ein Graben auf ganzer Länge.
  4. Rohr verlegenDie Erdrakete zieht das Schutzrohr durch, im Graben liegt es im Sandbett.
  5. Ins HausKernbohrung, Hauseinführung abdichten, Leitung einziehen. Glasfaser wird eingeblasen.
  6. SchließenGruben verfüllen und verdichten, Rasen oder Pflaster wiederherstellen.

Wer macht was?

Eigentümer

Beantragt den Anschluss und sorgt für Platz und Zugang im Haus. Graben und Kernbohrung auf dem eigenen Grundstück sind oft in Eigenleistung möglich.

Netzbetreiber oder Anbieter

Plant den Anschluss, verlegt die Leitung und setzt den Abschlusspunkt. Die Leitung selbst verlegt nur er oder eine beauftragte Firma.

Tiefbaufirma

Gruben, Erdrakete oder Graben, Hauseinführung und Oberfläche. Im Auftrag des Netzbetreibers, einer Baufirma oder des Eigentümers.

Wie tief die Leitungen liegen müssen, steht bei den Verlegetiefen. Den Tiefbau am Hausanschluss übernimmt StoneCraft für Netzbetreiber, Baufirmen und Eigentümer: Leistung Hausanschlüsse.

Verlegetiefen

Wie tief muss die
Leitung liegen?

Eine bundesweit einheitliche gesetzliche Pflichttiefe gibt es nicht. Maßgeblich sind die anerkannten Regeln der Technik (DIN, VDE, DVGW) und vor allem die Vorgaben des Netzbetreibers oder der Stadt. Diese Richtwerte gelten in der Praxis:

LeitungRichtwertGilt fürGrundlage
Stromkabel bis 1 kVz. B. Erdkabel NYY-Jmind. 0,6 mGarten und unbefahrene FlächenDIN VDE 0100-520
Stromkabel unter Zufahrt oder Fahrbahnmind. 0,8 mbefahrene FlächenDIN VDE 0100-520
Glasfaser-HausanschlussRohrverband 2 × 7 mm oder Leerrohr DN 75Graben mind. 30 cm tief, 15 cm breitGrundstückVorgabe der Telekom
Glasfaser, mindertief gefrästLeerrohre im Schlitz30 bis 60 cm tief, 5 bis 15 cm breitbefestigte FlächenDIN 18220
Gas-Hausanschlussin der Regel 0,8 m ÜberdeckungGrundstückVorgaben der Netzbetreiber, z. B. EWE NETZ
Wasser-Hausanschlussfrostfrei0,9 bis 1,5 m ÜberdeckungGrundstückVorgaben der Versorger, z. B. GELSENWASSER: mind. 0,9 m
Graben ohne Sicherungsenkrechte Wändebis 1,25 m Tiefealle Gräben, unter BedingungenDIN 4124

Richtwerte ohne Gewähr. Im Einzelfall gelten die Vorgaben des Netzbetreibers, der Stadt und die Leitungsauskunft. Die Quellen stehen unten auf dieser Seite.

Bettung und Warnband

Kabel liegen in Sand, etwa 10 cm darunter und darüber. Über der Sandschicht liegt ein Trassenwarnband, damit spätere Bagger gewarnt sind.

Überdeckung oder Grabentiefe?

Überdeckung ist der Abstand von der Oberkante der Leitung bis zur Oberfläche. Der Graben ist tiefer: Bei 90 cm Überdeckung für Wasser liegt die Grabensohle bei etwa 1,0 m.

Nicht überbauen

Gas- und Wasseranschlüsse dürfen nicht überbaut oder mit Bäumen bepflanzt werden. Die Trasse muss für Reparaturen zugänglich bleiben.

Sicherheit

Sicher bauen.
Für alle.

Ein offener Graben ist eine Gefahrenstelle: für das Team darin und für alle, die daran vorbeigehen oder -fahren. Drei Regeln gelten auf jeder Baustelle.

1,25 m

Grabenwände sichern

Bis 1,25 m Tiefe dürfen Gräben unter bestimmten Bedingungen mit senkrechten Wänden ohne Sicherung ausgehoben werden. Tiefer braucht es in der Regel eine Böschung oder einen Verbau (DIN 4124).

RSA 21

Baustelle absichern

Absperrung, Beschilderung und Ampeln im Straßenraum richten sich nach den Richtlinien RSA 21 und der verkehrsrechtlichen Anordnung.

Von Hand

Leitungen schützen

In der Nähe vorhandener Leitungen wird vorsichtig freigelegt, meist von Hand statt mit der Baggerschaufel. Grundlage sind die aktuellen Pläne der Netzbetreiber.

Genehmigungen

Was vor dem ersten Spatenstich da sein muss.

Ob eine Genehmigung nötig ist, hängt vor allem davon ab, wo gegraben wird: auf dem eigenen Grundstück oder im öffentlichen Straßenraum.

Privat

Auf dem eigenen Grundstück

  • Für einen normalen Leitungsgraben in der Regel keine Baugenehmigung.
  • Trotzdem Leitungsauskunft einholen, auch privat liegen oft fremde Leitungen.
  • Vorgaben des Netzbetreibers zu Tiefe, Lage und Abstand beachten, keine Überbauung.
  • Anschließen dürfen je nach Sparte nur Netzbetreiber oder eingetragene Fachbetriebe.
Öffentlich

Im öffentlichen Straßenraum

  • Aufbruchgenehmigung oder Zustimmung des Straßenbaulastträgers.
  • Verkehrsrechtliche Anordnung für Absperrung und Beschilderung (§ 45 StVO).
  • Aktuelle Leitungsauskunft aller Netzbetreiber.
  • Wiederherstellung der Oberfläche nach den Vorgaben der Stadt.

Aufbruchgenehmigung

Erteilt die Stadt oder der Träger der Straße, bei Telekommunikationsleitungen als Zustimmung. Darin stehen oft Vorgaben zu Bauzeit, Lage und Wiederherstellung der Oberfläche.

Verkehrsrechtliche Anordnung

Kommt von der Straßenverkehrsbehörde und regelt Absperrung, Beschilderung und Umleitungen während der Bauzeit (§ 45 StVO).

Leitungsauskunft

Pläne aller Netzbetreiber zeigen, wo bereits Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Telekommunikation liegen. Viele Betreiber sind über das Portal BIL erreichbar. Ohne Auskunft wird nicht gegraben.

Bei Grundwasser, an Gewässern, Bahnanlagen, Bäumen oder in Schutzgebieten können weitere Genehmigungen nötig sein, etwa eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Für Ihr Angebot

Diese Unterlagen helfen uns am meisten.

Je vollständiger, desto schneller und genauer das Angebot.

  • Leistungsverzeichnis oder Ausschreibung
  • Pläne mit Lage, Längen und Tiefen
  • Bodengutachten, falls vorhanden
  • Oberflächen mit Mengen (Asphalt, Pflaster, unbefestigt)
  • Zeitfenster und gewünschter Baubeginn
  • Umfang: Wiederherstellung, Entsorgung, Doku
Boden & Entsorgung

Jeder Boden
ist anders.

Wie sich ein Boden lösen lässt und wohin der Aushub danach geht, bestimmt einen großen Teil der Kosten. Darum steht beides schon in der Ausschreibung.

Homogenbereiche

In Ausschreibungen wird Boden heute nach Homogenbereichen beschrieben. Sie haben die alten Bodenklassen 1 bis 7 abgelöst (VOB/C, DIN 18300).

Verwerten oder entsorgen

Aushub, der die Baustelle verlässt, gilt meist als Abfall. Je nach Belastung wird er verwertet oder entsorgt. Seit August 2023 regelt die Ersatzbaustoffverordnung vieles davon bundesweit.

Getrennt und mit Nachweis

Wir trennen Boden, Bauschutt und Asphalt auf der Baustelle. Analysen und Entsorgungsnachweise gehören zu einer sauberen Abrechnung. Mehr unter Leistungen: Entsorgung.

Spezial: Glasfaser

Vom Netzknoten bis ins Haus.

Glasfaser ist Leitungsbau mit eigenen Begriffen. Netzebene 3 (NE3) ist das Netz in der Straße bis ins Gebäude, hier liegt der Tiefbau. Netzebene 4 (NE4) ist die Verkabelung im Haus.

NETZEBENE 3 (NE3) · GLASFASERNETZ BIS INS GEBÄUDE NE4 · IM HAUS PoP NVT APL STRASSE LEERROHR / MIKROROHRVERBAND HAUSANSCHLUSS KELLER WOHNUNGEN

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Leitung zum Gebäude

Vom Leerrohr im Gehweg über das Grundstück, per Graben oder Erdrakete. So läuft das: Hausanschluss erklärt.

Hauseinführung

Fachgerechter Durchbruch durch die Außenwand, dicht gegen Wasser und Gas.

APL-Montage

Der Hausübergabepunkt im Keller. Hier endet das Netz des Betreibers.

Aus der Praxis

So sieht das auf der Baustelle aus.

Echte Fotos von unseren Baustellen. Alle Projekte mit Standort finden Sie auf der Projektkarte.

Trassenmarkierungen für Glasfaser-Mikrorohre auf einem Gehweg in Paderborn
PlanungTrasse markiert
Mitarbeiter prüft die Tiefe im Graben mit der Messlatte
Vor OrtTiefe nach Plan
Aufmaß im Leitungsgraben mit Messlatte und Zollstock
AufmaßTiefe und Breite dokumentiert
Frisch asphaltierter Gehwegstreifen nach dem Leitungsbau
WiederherstellungAsphalt geschlossen
Glossar

Begriffe aus dem Tiefbau.

55 Fachbegriffe und Abkürzungen, kurz und verständlich erklärt. Nach Thema filtern oder direkt suchen.

AushubErdarbeiten

Der beim Graben gelöste Boden. Er wird seitlich gelagert, wieder eingebaut oder abgefahren.

Boden & Graben
GrabensohleBoden des Grabens

Darauf liegt die Bettung der Leitung. Sie muss tragfähig und frei von Steinen sein.

Boden & Graben
ArbeitsraumPlatz im Graben

Freier Raum neben der Leitung, damit sicher gearbeitet und verdichtet werden kann. Mindestmaße regelt die DIN 4124.

Boden & Graben
Böschunggeneigte Grabenwand

Statt eines Verbaus wird die Wand schräg angelegt. Braucht mehr Platz neben dem Graben.

Boden & Graben
VerbauGrabensicherung

Platten oder Gleitschienen, die die Grabenwände stützen, damit nichts nachrutscht.

Boden & Graben
Bettungauch Leitungszone

Sand oder feiner Kies unter, neben und über der Leitung. Schützt vor spitzen Steinen und Druck.

Boden & Graben
Überdeckungauch Verlegetiefe

Abstand von der Oberkante der Leitung bis zur Oberfläche. Die meisten Vorgaben der Netzbetreiber nennen diesen Wert.

Boden & Graben
Frostfreie TiefeWasserleitungen

Tiefe, bis zu der der Boden im Winter nicht gefriert. Wasser-Hausanschlüsse liegen meist 0,9 bis 1,5 m tief.

Boden & Graben
VerfüllungGraben schließen

Boden oder Ersatzbaustoff wird Lage für Lage wieder eingebaut, jede Lage wird verdichtet.

Boden & Graben
VerdichtungRüttelplatte, Walze

Der Boden wird gezielt zusammengedrückt, damit sich die Oberfläche später nicht setzt.

Boden & Graben
Ev2Plattendruckversuch

Kennwert für die Tragfähigkeit einer Schicht. Zeigt, ob ausreichend verdichtet wurde.

Boden & Graben
PlanumErdarbeiten

Die eben und profilgerecht hergestellte Oberfläche des Untergrunds, auf die die nächste Schicht kommt.

Boden & Graben
HomogenbereichBoden in der Ausschreibung

Boden oder Fels mit ähnlichen Eigenschaften. Hat in der VOB/C die alten Bodenklassen 1 bis 7 abgelöst.

Boden & Graben
Wasserhaltungtrocken bauen

Grund- oder Regenwasser wird abgepumpt oder abgesenkt, damit im Graben trocken gearbeitet werden kann.

Boden & Graben
Start- und Zielgrubegrabenlose Verlegung

Kleine Gruben, zwischen denen die Erdrakete oder eine Bohrung arbeitet. Dazwischen bleibt die Oberfläche geschlossen.

Boden & Graben
Leitungsauskunftauch Spartenauskunft

Pläne der Netzbetreiber, die zeigen, wo vorhandene Leitungen liegen. Muss vor jedem Aushub vorliegen.

Leitungen & Anschluss
SparteArt der Leitung

Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Telekommunikation oder Fernwärme. Jede Sparte hat eigene Regeln und Netzbetreiber.

Leitungen & Anschluss
TrassenwarnbandWarnung im Boden

Farbiges Band über der Leitung mit Aufdruck der Sparte. Warnt bei späteren Grabarbeiten.

Leitungen & Anschluss
Kabelschutzrohrkurz KSR

Rohr, in dem Kabel geschützt im Boden liegen und später getauscht oder ergänzt werden können.

Leitungen & Anschluss
Erdkabelz. B. NYY-J

Stromkabel mit robustem Mantel, zugelassen für die direkte Verlegung im Boden.

Leitungen & Anschluss
HausanschlussNetzanschluss

Leitung vom Netz in der Straße bis ins Gebäude, zum Beispiel für Strom, Gas, Wasser oder Glasfaser.

Leitungen & Anschluss
Hauseinführungauch MSH

Dichter Durchgang einer Leitung durch Kellerwand oder Bodenplatte. Mehrspartenhauseinführungen (MSH) bündeln mehrere Leitungen.

Leitungen & Anschluss
KernbohrungWanddurchbruch

Runde Bohrung durch Wand oder Decke, zum Beispiel für die Hauseinführung. Wird danach abgedichtet.

Leitungen & Anschluss
HausanschlussraumDIN 18012

Raum im Gebäude, in dem die Hausanschlüsse ankommen, meist im Keller zur Straßenseite. Bei kleinen Häusern reicht auch eine Wand oder Nische.

Leitungen & Anschluss
Hausanschlusskastenkurz HAK

Hier endet die Stromleitung des Netzbetreibers im Haus. Von dort geht es weiter zum Zählerschrank.

Leitungen & Anschluss
QuerungStraße, Bahn, Gewässer

Stelle, an der eine Leitung ein Hindernis kreuzt, offen gegraben oder geschlossen gebohrt.

Leitungen & Anschluss
HDDSpülbohrung

Gesteuerte Bohrung ohne offenen Graben, zum Beispiel unter einer Straße hindurch.

Leitungen & Anschluss
ErdraketeBodenverdrängung

Druckluftbetriebener Hammer, der die Erde zur Seite drückt, statt sie auszuheben. Fährt nur geradeaus und zieht ein Rohr mit, typisch für Hausanschlüsse.

Leitungen & Anschluss
FTTHFiber to the Home

Glasfaser bis in die Wohnung oder das Haus. Die schnellste Form des Anschlusses.

Glasfaser
FTTBFiber to the Building

Glasfaser bis ins Gebäude, meist in den Keller. Im Haus geht es über vorhandene Leitungen weiter.

Glasfaser
PoPPoint of Presence

Zentraler Netzknoten, von dem aus ein Ausbaugebiet mit Glasfaser versorgt wird.

Glasfaser
NVTNetzverteiler

Verteilerpunkt im Straßenraum zwischen PoP und den einzelnen Gebäuden.

Glasfaser
NE3Netzebene 3

Das Glasfasernetz in der Straße bis ins Gebäude, inklusive Hausanschluss. Hier liegt der Tiefbau.

Glasfaser
NE4Netzebene 4

Die Verkabelung innerhalb des Gebäudes, vom Hausübergabepunkt bis in die Wohnungen.

Glasfaser
APLHausübergabepunkt

Abschlusspunkt Linientechnik im Gebäude. Hier endet das Netz des Betreibers.

Glasfaser
Mikrorohrauch Speedpipe

Dünnes Leerrohr, in das die Glasfaser eingeblasen wird. Mehrere Mikrorohre bilden einen Rohrverband.

Glasfaser
EinblasenFiber Blowing

Das Glasfaserkabel wird mit Druckluft durch das Leerrohr geschoben, oft über mehrere hundert Meter am Stück.

Glasfaser
Trenchingmindertiefe Verlegung

Verlegung im schmalen, gefrästen oder geschnittenen Schlitz. Die Regeln dazu stehen in der DIN 18220.

Glasfaser
AufbruchOberfläche öffnen

Öffnen von Asphalt oder Pflaster, meist mit sauber geschnittenen Kanten.

Straße
Deckschichtoberste Schicht

Die Fahr- oder Gehfläche, zum Beispiel Asphalt oder Pflaster.

Straße
Tragschichtunter der Decke

Schicht aus Schotter oder Asphalt, die die Lasten von oben verteilt.

Straße
FrostschutzschichtStraßenaufbau

Untere Tragschicht aus Kies oder Schotter. Schützt die Straße vor Frostschäden.

Straße
Wiederherstellungnach dem Graben

Fachgerechtes Schließen der Oberfläche, technisch gleichwertig zum Zustand vorher.

Straße
RSAVerkehrssicherung

Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen, aktuell RSA 21. Regeln Absperrung und Beschilderung.

Straße
AufbruchgenehmigungErlaubnis der Stadt

Erlaubnis des Straßenbaulastträgers, eine öffentliche Fläche aufzugraben. Enthält oft Auflagen zu Bauzeit und Wiederherstellung.

Genehmigung & Vertrag
VRAOverkehrsrechtliche Anordnung

Anordnung der Straßenverkehrsbehörde nach § 45 StVO für Absperrung, Beschilderung und Umleitung.

Genehmigung & Vertrag
Straßenbaulastträgerwer zuständig ist

Wer für eine Straße verantwortlich ist, zum Beispiel Stadt, Kreis, Land oder Bund. Er genehmigt Aufgrabungen.

Genehmigung & Vertrag
VOBBauvertrag

Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Teil C enthält die technischen Regeln, zum Beispiel DIN 18300 für Erdarbeiten.

Genehmigung & Vertrag
LVLeistungsverzeichnis

Liste aller Leistungen mit Mengen. Grundlage für Angebot und Abrechnung.

Genehmigung & Vertrag
AufmaßAbrechnung

Erfassung der tatsächlich gebauten Mengen. Grundlage für die Abrechnung.

Genehmigung & Vertrag
AbnahmeÜbergabe

Förmliche Übergabe der fertigen Leistung an den Auftraggeber. Ab dann läuft die Gewährleistung.

Genehmigung & Vertrag
Nachunternehmerauch Subunternehmer

Firma, die im Auftrag eines anderen Bauunternehmens einen Teil der Arbeiten ausführt.

Genehmigung & Vertrag
Generalunternehmerkurz GU

Firma, die den Gesamtauftrag übernimmt und Teile an Nachunternehmer vergibt.

Genehmigung & Vertrag
Eigenleistungselbst gemacht

Arbeiten, die der Eigentümer selbst übernimmt, zum Beispiel Graben und Kernbohrung auf dem eigenen Grundstück. Die Leitung selbst verlegt der Netzbetreiber.

Genehmigung & Vertrag
DIN 4124Baugruben und Gräben

Norm für Böschungen, Verbau und Arbeitsraumbreiten in Baugruben und Gräben.

Genehmigung & Vertrag
FAQ

Häufige Fragen.

28 Antworten zu Verlegetiefen, Gräben, Genehmigungen und zu StoneCraft. Kurz, mit Richtwerten und Quellen.

Kabel und Leitungen verlegen

Wie tief muss ein Stromkabel im Garten verlegt werden?

Ein Erdkabel bis 1 kV, zum Beispiel NYY-J, wird nach DIN VDE 0100-520 mindestens 0,6 m tief verlegt, unter Zufahrten und Fahrbahnen mindestens 0,8 m. Es liegt in Sand, etwa 10 cm darunter und darüber, mit einem Trassenwarnband über der Sandschicht. Anschließen darf das Kabel nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb.

Gibt es eine gesetzliche Mindesttiefe für Kabel und Leitungen?

Eine bundesweit einheitliche gesetzliche Pflichttiefe gibt es nicht. Maßgeblich sind die anerkannten Regeln der Technik, also DIN-, VDE- und DVGW-Regeln, und die Vorgaben des jeweiligen Netzbetreibers. Im öffentlichen Straßenraum kommen die Auflagen der Stadt aus der Aufbruchgenehmigung dazu.

Wie tief wird ein Glasfaser-Hausanschluss verlegt?

Das legt der Anbieter fest. Die Telekom verlangt auf dem Grundstück zum Beispiel einen Graben von mindestens 30 cm Tiefe und 15 cm Breite für den Rohrverband aus zwei Röhrchen mit je 7 mm oder ein Leerrohr DN 75. Andere Anbieter geben teils größere Tiefen vor.

Wie tief muss eine Wasserleitung liegen?

Frostfrei. Die Wasserversorger verlangen für Hausanschlüsse meist zwischen 0,9 m und 1,5 m Überdeckung, GELSENWASSER zum Beispiel mindestens 90 cm. Der Graben ist entsprechend tiefer, bei 90 cm Überdeckung etwa 1,0 m.

Wie tief liegt eine Gasleitung zum Haus?

Die Überdeckung von Gas-Hausanschlüssen beträgt in der Regel rund 0,8 m, so steht es zum Beispiel in den Anschlussbedingungen von EWE NETZ. Die Leitung selbst verlegt der Netzbetreiber. Gas- und Wasseranschlüsse dürfen nicht überbaut oder mit Bäumen bepflanzt werden.

Was bedeutet mindertiefe Verlegung bei Glasfaser?

Glasfaser-Leerrohre dürfen mit Zustimmung des Straßenbaulastträgers flacher und schmaler verlegt werden als klassische Leitungen. Die DIN 18220 regelt das: Beim Fräsen in befestigten Flächen ist der Schlitz 5 bis 15 cm breit und 30 bis 60 cm tief, beim Schleifen 1,5 bis 11 cm breit.

Darf man über Leitungen bauen oder Bäume pflanzen?

Gas- und Wasseranschlussleitungen dürfen nach den Anschlussbedingungen der Netzbetreiber nicht überbaut oder mit Bäumen bepflanzt werden, die Trasse muss zugänglich bleiben. Auch über Strom- und Glasfaserleitungen sollte die Trasse frei bleiben, damit sie bei Störungen erreichbar ist.

Hausanschluss

Wie funktioniert ein Hausanschluss?

Vom Netz im Gehweg wird ein Schutzrohr oder eine Leitung über das Grundstück bis an die Hauswand verlegt, mit der Erdrakete oder im offenen Graben. Durch eine Kernbohrung kommt die Leitung ins Haus, die Hauseinführung dichtet gegen Wasser und Gas ab. Im Haus setzt der Netzbetreiber den Abschlusspunkt, zum Beispiel den Hausanschlusskasten für Strom oder den Hausübergabepunkt für Glasfaser. Zum Schluss werden Gruben oder Graben verfüllt und die Oberfläche wiederhergestellt.

Was ist eine Erdrakete?

Ein Hammer, der mit Druckluft angetrieben wird und sich durch den Boden schlägt. Er drückt die Erde zur Seite und verdichtet sie, statt sie auszuheben. In die entstandene Röhre wird das Schutzrohr sofort oder nachträglich eingezogen. Die Erdrakete lässt sich nicht lenken und fährt nur geradeaus.

Wann geht ein Hausanschluss ohne Graben?

Mit der Erdrakete, wenn die Strecke kurz und gerade ist und sich der Boden verdrängen lässt. Dann reichen zwei kleine Gruben, Vorgarten, Pflaster und Einfahrt bleiben liegen. Steine, Bauschutt, alte Fundamente oder Grundwasser sprechen dagegen, dann wird offen gegraben. Ob es geht, wird beim Termin vor Ort geklärt.

Wie weit kommt eine Erdrakete?

Je nach Gerät und Boden bis etwa 25 m, so die Angabe des Herstellers TRACTO-TECHNIK. Beim Glasfaser-Hausanschluss rechnet zum Beispiel WEMAG mit etwa 10 m pro Strecke. Bei längeren Wegen werden zusätzliche Gruben angelegt.

Darf ich den Graben für meinen Hausanschluss selbst ausheben?

Oft ja, wenn der Netzbetreiber das zulässt. Bei EWE NETZ dürfen Kunden zum Beispiel den Graben herstellen, verfüllen und die Oberfläche wiederherstellen, bei MVV Netze auch die Kernbohrung. Die Leitung selbst verlegt der Netzbetreiber, bei MVV Netze wird der Graben vorher abgenommen. Elektrische Anschlüsse darf nur ein Fachbetrieb herstellen, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist (§ 13 NAV).

Wo kommt die Leitung ins Haus?

Meist im Keller oder im Hausanschlussraum, möglichst auf der Straßenseite. Die Anforderungen an Hausanschlussraum, -wand oder -nische stehen in der DIN 18012. Neubauten bekommen oft eine Mehrspartenhauseinführung, durch die mehrere Leitungen gemeinsam und dicht ins Haus kommen, zum Beispiel Strom, Gas und Wasser.

Wie lange dauert ein Hausanschluss?

Die Bauarbeiten selbst sind meist kurz, eine Erdrakete schafft je nach Boden bis zu 15 m pro Stunde. Länger dauert oft die Vorbereitung: Für Strom, Gas und Wasser nennt Netze Duisburg zum Beispiel mehrere Wochen für die Planung des Angebots und einige Wochen bis zur Terminabsprache. Beim Glasfaser-Ausbau wird angeschaltet, wenn das Netz im Ort fertig ist.

Graben, Sicherheit und Genehmigungen

Ab welcher Tiefe muss ein Graben gesichert werden?

Nach DIN 4124 dürfen Gräben bis 1,25 m Tiefe unter bestimmten Bedingungen mit senkrechten Wänden ohne Sicherung hergestellt werden. Tiefer braucht es in der Regel eine Böschung oder einen Verbau. Entscheidend sind außerdem der Boden, Lasten am Grabenrand und Wasser.

Wie breit muss ein Leitungsgraben sein?

Das hängt von Tiefe, Leitung und Arbeitsraum ab. Für einen Glasfaser-Hausanschluss reichen bei der Telekom 15 cm, für einen Wasser-Hausanschluss verlangt GELSENWASSER mindestens 60 cm. Steigen Personen in den Graben, schreibt die DIN 4124 Mindestbreiten für den Arbeitsraum vor.

Muss ich vor dem Graben eine Leitungsauskunft einholen?

Ja, auch auf dem eigenen Grundstück. Die Netzbetreiber stellen Pläne ihrer Leitungen zur Verfügung, oft online, viele zum Beispiel über das Portal BIL. Wer ohne Auskunft gräbt und eine Leitung beschädigt, riskiert, für den Schaden zu haften.

Was tun, wenn beim Graben eine Leitung beschädigt wird?

Sofort aufhören und den Bereich sichern. Bei Gasgeruch keine Zündquellen, kein Handy im Gefahrenbereich, den Bereich räumen und Feuerwehr (112) sowie den Entstörungsdienst des Netzbetreibers rufen. Bei Stromkabeln Abstand halten. Auch kleine Schäden am Mantel melden, sie führen später oft zu Ausfällen.

Welche Genehmigungen braucht man für Tiefbau im Straßenraum?

In der Regel drei: die Aufbruchgenehmigung oder Zustimmung der Stadt beziehungsweise des Straßenbaulastträgers, eine verkehrsrechtliche Anordnung der Straßenverkehrsbehörde für Absperrung und Beschilderung und eine aktuelle Leitungsauskunft aller Netzbetreiber. Je nach Lage kommen weitere dazu, zum Beispiel eine wasserrechtliche Erlaubnis.

Brauche ich eine Genehmigung, um auf meinem Grundstück zu graben?

Für einen normalen Leitungsgraben auf dem eigenen Grundstück in der Regel nicht. Trotzdem gilt: Leitungsauskunft einholen, die Vorgaben des Netzbetreibers beachten und bei Bäumen, Grundstücksgrenzen oder größeren Abgrabungen vorher bei der Gemeinde nachfragen.

Bauweise, Kosten und Ablauf

Was ist der Unterschied zwischen offener und geschlossener Bauweise?

Bei der offenen Bauweise wird ein Graben ausgehoben und danach wieder geschlossen. Bei der geschlossenen Bauweise bleibt die Oberfläche fast unberührt: Die Leitung wird per Spülbohrung (HDD) oder Erdrakete unterirdisch eingezogen, es braucht nur Start- und Zielgruben.

Wovon hängen die Kosten im Tiefbau ab?

Vor allem von Länge und Tiefe, vom Boden, von der Oberfläche (Asphalt, Pflaster oder unbefestigt), von Verbau und Wasserhaltung, von der Verkehrssicherung und davon, wie der Aushub verwertet oder entsorgt wird. Mit Leistungsverzeichnis und Plänen können wir ein genaues Angebot machen.

Was gehört alles zum Tiefbau?

Zum Tiefbau gehört alles, was unter der Geländeoberfläche gebaut wird: Leitungsbau für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation, Erdarbeiten, Kanalbau sowie der Unterbau von Straßen und Wegen. Oft greifen auf einer Baustelle mehrere Bereiche ineinander.

Über StoneCraft

Was macht die StoneCraft GmbH?

StoneCraft ist ein Tiefbau-Unternehmen aus Dinslaken. Wir übernehmen Tiefbau und Leitungsbau, Erdarbeiten, Hausanschlüsse, Straßen- und Pflasterbau, den Glasfaser-Ausbau und Spülbohrungen (HDD) für Backbone-Trassen, in offener und geschlossener Bauweise. Dazu kommen die Wiederherstellung der Oberflächen und die Entsorgung mit Nachweis.

In welchen Regionen arbeitet StoneCraft?

Unser Schwerpunkt ist das Ruhrgebiet, der Niederrhein und NRW. Von unserem Sitz in Dinslaken sind wir schnell in Duisburg, Oberhausen, Wesel, Voerde, Bottrop und Essen. Projekte haben wir außerdem in Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Sachsen umgesetzt, unter anderem in Münster, Gelsenkirchen, Neuss, Leverkusen, Wuppertal, Bocholt, Paderborn, Garbsen, Frankfurt am Main, Halberstadt, Chemnitz und Dresden. Alle Standorte zeigt die Projektkarte.

Für wen hat StoneCraft schon gearbeitet?

Vor allem für Bauunternehmen. Als Nachunternehmer, im Auftrag der jeweils beauftragten Bauunternehmen, waren wir in Ausbauprojekten für Netze von SachsenEnergie, Telekom, 1&1, Deutsche Glasfaser, Vodafone, Westconnect und UGG (Unsere Grüne Glasfaser) im Einsatz. Aufträge übernehmen wir auch direkt, zum Beispiel von Netzbetreibern, Stadtwerken, Kommunen und Gewerbe.

Übernimmt StoneCraft auch Wiederherstellung und Entsorgung?

Ja. Asphalt, Pflaster und Gehwege stellen wir nach Vorgabe wieder her. Aushub und Bauschutt werden getrennt und mit Nachweis verwertet oder entsorgt.

Wie bekomme ich ein Angebot?

Senden Sie Leistungsverzeichnis, Pläne oder Eckdaten über das Anfrageformular oder an info@sc-stonecraft.de, oder rufen Sie uns an unter 02064 7322442. Wir melden uns kurzfristig mit Rückfragen und einem Angebot.

Quellen

Worauf die Angaben
beruhen.

Normen und Regelwerke: DIN VDE 0100-520 (Kabel und Leitungen, Verlegetiefe Erdkabel) · DIN 4124 (Baugruben und Gräben) · DIN 18012 (Hausanschlusseinrichtungen) · DIN 18220 (mindertiefe Verlegung) · DIN 18300 und VOB/C (Erdarbeiten, Homogenbereiche) · RSA 21 · § 45 StVO · § 13 NAV · Ersatzbaustoffverordnung.

Kontakt

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Kleiststraße 39
46539 Dinslaken